Kapverden 2016

Anreise

Drei  Monate im Voraus haben wir die Flüge über TUI Fly gebucht - für 440 Euro ging es von Hamburg auf die Kapverden. Der Hinflug dauert mit einen Zwischenstopp auf der Nachbarinsel Boa Vista rund 8h. Zurück fliegt man ohne Zwischenstopp in 6h. TUI Fly transportiert 30kg Surfgepäck für 65 Euro pro Strecke mit auf die Insel. Ein Visum beantragt ihr in Deutschland oder bekommt ihr direkt am Flughafen für 25 Euro.

Blick vom Appartement
Blick vom Appartement

Unterkunft
Für die kommenden 14 Tage sollte Santa Maria, im Süden der Insel, unser Hauptquartier bilden. Untergebracht waren wir in der Appartementanlage "Leme Beje". Eine Auswahl an komfortabel gelegen und zweckmäßig eingerichteten Appartements, welche über Airbnb gemietet werden können. Die Anlage ist  50 m vom Strand und der Surfstation entfernt. Im Innenhof lädt ein windgeschützter Pool zum Relaxen ein. Es gibt noch viele ähnliche Möglichkeiten in Santa Maria unterzukommen ... viel dichter zum Spot bzw. zur Surfstation kommt man aber wohl kaum. Außerdem gibt es einen 24h Security und ein Bereich wo man sein Surfzeug lagern kann. Damit kann man sich die Einlagerungskosten in der Station sparen.

Blick vom Kap in Richtung Surfstation
Blick vom Kap in Richtung Surfstation

Wind und Wetter

Die Kapverden liegen im winterlichen Passatgürtel und bieten für uns Europäer ein gutes Winterziel. Die Lufttemperaturen schwanken zwischen 23-30°C und das Wasser wird bei 23-25°C angenehm warm.  Die Sonne ist auf Grund der Äquatornähe sehr intensiv - 50er Sonnencreme war in den ersten Tagen durchaus angebracht. Die Kapverden sind nicht unbedingt ein Starkwindrevier. Wind weht fast täglich über die Insel... mal mehr und mal weniger. In meinem Boardbag habe ich es irgendwie geschafft ein 84l Waveboard und ein 100l Freestyleboard - gepaart mit einem 4,6 und 5,2 Segel unterzubringen. Diese Kombi in jeglicher Art war eine super Mischung, so dass wir es am Ende auf 10 Surftage geschafft haben. Leiht man sich Vorort Segel - stehen einem natürlich die ganze Bandbreite an Material zur Verfügung - mit Sicherheit greift man aber zum Großteil auf Segel > 5qm und auf Bretter um die 100l zurück.

Dünungswellen welche ums Kap drehen
Dünungswellen welche ums Kap drehen

Surfen

Die Mehrheit unserer Tage verbrachten wir direkt am Spot vor unserem Appartement. Bei Bedarf gibt es dort drei Surfstationen und die Beachbar von Angulo, welche für eine nette Szene und gute Gastronomie sorgt. Der Ein- und Ausstieg ist durch ein paar Steine und den Swell nicht der einfachste aber machbar. Die ersten Meter gibt es Abdeckung durch die immer mehr werdenden Appartements. Hiernach weht der Passat über die flachen Dünen schräg ablandig. Alle Manöver- und Speedfreaks können sich auf der 1 km lange Piste austoben. Danach drehen je nach Windrichtung Dünungswellen um das Kap, welche zum Springen und zu entspannten Wellenritten einladen. Für Anfänger und Aufsteiger, die noch nicht sicher Höhelaufen können, wird der Spot nicht unbedingt empfohlen. Es gibt keinen Stehbereich und auch der ablandige Wind sowie der Shorebreak ist für Beginner nicht wirklich optimal. Ansonsten gibt es auf Sal noch einige Spots an der Westküste (Worldcup Spot: Punta Preta, Rife, Alibab usw.) Bei der richtigen Windrichtung und genügend Swell sind diese Spots je nach Könnerstufe garantiert klasse... das Glück hatten wir leider nicht so richtig. Außerdem waren wir mit dem Hausrevier auch immer gut bedient.

Sandstrand in Santa Maria
Sandstrand in Santa Maria

Umgebung

Direkt in Santa Maria - ca. 800m von unserem Appartement entfernt findet ihr einen kilometerlangen Sandstrand mit türkisblauen Wasser. Außerdem ein paar nette Cafés, Bars, Sonnenliege zum Relaxen, eine kleine Surfstation und Beachvolleyballfelder. Natürlich lockt das hier auch die meisten Touristen aus den All Inclusive Hotels an. Wellenreiten wird auf der Insel auf jeden Fall auch großgeschrieben - je nach Swell gibt es unzählige Spots. Für 45 Euro haben wir eine Tagestour inkl. Shuttle, Bretter, Guide, Barbecue am Strand und Getränke gebucht... lohnt sich auf jeden Fall. Ansonsten kann man sich auch jederzeit selber mit dem Pickup an die Spots bringen lassen - allerdings gibt es da meistens außer Wind, Wellen und Strand nix. Direkt am Pier von Santa Maria lohnen sich auch Tauch- oder einfache Schnorcheltouren. Ansonsten ist Sal eine riesige Schottergrube, die nicht viel an Naturschönheiten hergibt. Wir haben uns einen Pickup inklusive Fahrer gemietet, der uns in 5h einmal um die Insel gefahren hat. Eine Besichtigung der alten Salinen lohnt sich auf alle Fälle. Auf der Rückfahrt Richtung Santa Maria schaut euch auch das "blaue Auge" und das natürliche Schwimmbassin an.