Leucate / Südfrankreich 2010

Wieder einmal lautete das Motto: Den „windigen“ Sommer verlängern. Da es ein Urlaub der anderen Art werden würde, fiel die Entscheidung erneut auf Leucate/ Südfrankreich, denn wir reisten mit einem winzigen „Ballast“.

Die Reise begann in München, da unsere 4 Monate alte Tochter die Fahrt scheibchenweise verkraften sollte. Wir nutzten den Tourstopp um dem legendären Eisbach einen Besuch abzustatten. Eine ziemlich spektakuläre Geschichte und auf jeden Fall einen Abstecher wert. Nach einem weiteren Stopp am Genfer See hieß unser zu Hause für die nächsten 3 Wochen: Camping Municipal „Cap Leucate“ in Leucate Plage. Leucate begrüßte uns gleich mal mit ein wenig Wind fürs 5,9-er, welches für den restlichen Urlaub weggepackt wurde, da der Wind nicht mehr unter 15 Knoten wehte. Zwischen Freestyleaction mit 4-er Segeln, Füttern, Windeln wechseln und hin und wieder ein bisschen Sightseeing pendelten wir täglich. An die örtlichen Begebenheiten mussten wir uns erst gewöhnen, denn das simple schieben eines Kinderwagens stellt hier eine große Herausforderung dar. Wenn überhaupt Gehwege vorhanden waren, dann hatten sie ca. 40 cm hohe Bordsteinkanten und meistens mitten drauf Laternen oder Palmen, welche sich aufgrund der geringen Breite des Weges nicht umfahren ließen. Mit ein wenig Improvisationstalent kommt man schnell zurecht.

Der Campingplatz ist aus unserer Sicht sehr empfehlenswert. Super Stellplätze mit Strom, sanierte Waschräume, Imbiss und Einkaufsmöglichkeiten und natürlich Strandnähe (ca. 300m bis zum Mittelmeer und ca. 1,5 km bis zum Surfspot „La Corrége“ am Etang) und das alles für insgesamt 9,70€ pro Tag. Aber auch der bekannte Surfspot „Le Goulet“ ist immer noch eine Alternative, besonders für Wohnmobile. Fahrzeuge unter 2,10m stehen weiterhin kostenlos, während alle anderen 6,50€ pro Tag löhnen. Hier befindet sich jetzt eine Surfschule, sowie eine Station für Frisch-und Abwasser. Leider gibt es keine Möglichkeit hier nur für eine Surfsession zu stehen und weniger als 6,50€ zu zahlen, entweder Tagespauschale oder nicht.

 

 

 

Um also nicht doppelt zu blechen entschieden wir uns für den Surfspot am Parkplatz „La Corrége“. Hier weht es immer ein paar Knoten weniger, dafür surft man in stehtiefem Wasser.

 

 

 

Neben Surfen bietet die Umgebung auch viel Sehenswertes. Ein absolutes Muss ist das „Cap Leucate“. Von hier gibt’s einen herrlichen Ausblick über Mittelmeer und Etang bis zu den Pyrenäen.

 

Eine weitere Möglichkeit ist eine Fahrt in die Weinregionen der Pyrenäen. Traumhafte Landschaften und zahlreiche Chateau´s gibt es zu sehen. Einige Chateaus´s aus dem 12.Jhdt. kann man besichtigen, z.B. das über Cucugnan und Grau de Maury erreichbare „Cháteau de Quéribus“. Aber jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Wieder einmal hat Leucate nicht enttäuscht und die Windausbeute und damit die „Trainingsbedingungen“ waren einfach perfekt.

 

 

Auf der Rücktour ging´s zunächst einmal nach Hyeres/ Almanarre an die Cote Azur. Diesmal hatten wir Glück und konnten gleich bei Ankunft noch eine kleine Freestylesession einlegen. Mit weiteren Stopps am Gardasee und abschließend in München ging der Urlaub dann endgültig zu Ende, schnief.