Südfrankreich 20.09. - 02.10.2009

 

Nach dem Auf und Ab des Sommers entschlossen wir uns, noch einmal für 14 Tage dem Homespot den Rücken zu kehren.  Chef gefragt, Bus gepackt und auf ging´s nach Südfrankreich. Auf Grund der Windvorhersage war Leucate unser erster Anlaufpunkt.

Um den Geldbeutel zu schonen fuhren wir „Le Goulete“ im Norden des Etangs an, da man hier für kost nix stehen kann.

Allerdings sollte man ausreichend Ausgleichsmaterial mitbringen, da der Platz sehr uneben ist. Mit viel Glück ergattert man ein Plätzchen auf den Terrassen mit genialer Aussicht auf den Spot und mit Weckgarantie, sobald der Tramontana los legt

 

 

Laut Vorhersage sollten die Morgenstunden am windreichsten sein, also war ich pünktlich um 8 Uhr auf dem Wasser und konnte Wind und aufgehende Sonne ohne Touris genießen. Aber es kam mal wieder anders als erwartet, denn der Wind nahm ständig zu, in Böen bis 30 Knoten, erreichte Mittags seinen Höhepunkt und hielt bis zum Abend, so konnte es weiter gehen. Trami ballerte die ganze Nacht durch, so dass am nächsten Tag die kleinsten Segel zum Einsatz kamen. Der Wind hielt noch bis zum nächsten Morgen und reichte am Vormittag noch für´s 4.7-er.

Trami war jetzt müde und am Mittwoch gab es Sommer in vollen Zügen, 35 Grad, Sonne und wolkenlos.

Schattenspringen war angesagt, sonst wurde man gegrillt. Wir entschieden uns für eine Altstadtbesichtigung, was sich als perfekt herausstellte, da die Gassen viel Schatten spendeten.

Außerdem konnte man die Zeit nutzen um mit den German Old-School-Locals Kontakt aufzunehmen. Sie haben gute Tipps parat, z.B. wie und wo man Frischwasser- und Abwasseranlagen findet. Einige kommen schon seit über 20 Jahren immer wieder hierher. Übrigens kommt jeden Morgen um 8.30 Uhr „Marco“ der Panini-Bäcker und bringt frische Baguettes, jammi.

Nach einem Tag Pause legte der Tramontana wieder mit 25-30 Knoten los. Perfekte Bedingungen mit viel Sonne und da kein Wochenende war, mit wenig Surfern auf dem Teich, da die Einheimischen arbeiten. Für Freitag reichte der Wind auch noch, so dass wir uns am Samstag mit sehr guter Windausbeute auf nach Hyeres an die Coté Azúr machten.

Berichten und Erzählungen zur Folge mieden wir aus Sicherheitsgründen zunächst die freien Stehmöglichkeiten und entschieden uns lieber für einen Campingplatz direkt am Spot „Le Begerie“.

Am Sonntag gab es leider keinen ausreichenden Wind und wir hatten Zeit die Gegend ein wenig zu erkunden. Der absolute Knaller sind hunderte von Flamingos, die hier in freier Wildbahn hausen. Die nächsten Tage sollten auch windlos bleiben und wir hatten viel Zeit für Land und Leute.

Hyeres ist eine idyllische, palmenreiche Stadt in der es viele nette Ecken gibt.

Leider ist das Campingvergnügen auf dem Verbindungsdamm nach Giens vom Straßenlärm getrübt und wir mussten die Flucht ergreifen um Nachts Ruhe zu finden. Das gelang mehr schlecht als recht, da man kaum Möglich-keiten fernab von Straßen findet. Auch die zahlreichen höhenbegrenzten Parkmöglichkeiten (max. 2 m) können ziemlich nerven.

Am Ende einer windlosen Woche machten wir uns auf den Heimweg. Wir entschieden uns für eine Strecke weiter entlang der Coté Azúr, vorbei an Cannes, Nizza und Monaco (Bild), nach Italien. Entlang an der italienischen Mittelmeerküste, weiter nach Madrid und durch die  Schweizer Alpen, bis zum Bodensee und mit Zwischenstopp München. Ein einmaliges Erlebnis mit traumhaften Aussichten, sehr empfehlenswert.

 

Fazit: Südfrankreich hat nicht enttäuscht und wird sicherlich immer mal wieder ein Reiseziel werden.

 

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