Die Semesterferienplanung stand vor der Tür – nur wo wird es hingehen? Fliegen… ne irgendwie alles zu teuer, Bulliurlaub… passt schon besser. In der engeren Auswahl standen Frankreich und Schweden. Entschieden haben wir uns im Endeffekt für einen Roadtrip durch Schweden weil uns Frankreich doch recht weit erschien und Schweden doch eher ein sicheres Pflaster ist als Frankreich.

Für 95 Euro ging es mit der Fähre von Travemünde (A) nach Trelleborg (B). Wir hatten zwar ungünstige Fährzeiten, dafür war das die billigste Fähre und ein passender Parkplatz würde direkt nach der Fähre rechts bis zu Mc Donalds um 1 Uhr Nachts gefunden, wo man auch am nächsten morgen entspannt bei Mc`s frühstücken und zu einem guten Kurs bei FOREX Geld wechseln konnte. Der erste passende Surfspot wurde direkt in Bromölla (C) angesteuert. Leider etwas böig aber der Spot kann auf jeden Fall funktionieren und die Atmosphäre Vorort war ziemlich entspannt. Noch am selben Tag ging es weiter in Richtung Ronnebyhamm (D) wo wir ein super Plätzchen mit Duschen und Toiletten direkt am Wasser gefunden haben.

Weiter ging’s in Richtung Karlskrona (E)– eine City in die man auf jeden Fall mal reinschauen muss. Außerdem gibt’s ein nettes kostenloses Plätzchen mit Meerblick und freien w-lan Empfang der Einwohner. Weiter entlang der Ostküste, pausierten wir für eine kleine Baderunde auf Öland. (F) Infos über die Insel haben wir leider nicht bis auf das die Brückenüberfahrt umsonst war. Noch am selben Tag steuerten wir weiter in Richtung Norden, passierten die kleine aber Idilische Stadt Västervik (G) und fuhren auf einer landschaftlich schönen Route (lohnt sich) in Richtung Gamleby (H), einem kleinen Hafen wo wir unsere Lager aufgeschlagen haben.

Immer mit dem Ziel vor Augen, Stockholm zu erreichen, fuhren wir weiter in Richtung Norden und pausierten in Norrköping (I), wo man ein bisschen Shoppen gehen kann aber auch nicht unbedingt anhalten muss. Empfehlenswert aber dann eine Straße direkt am Wasser (J) kurz nach Norrköping. Ausgeschildert ist dort auch ein großer Tierpark (Kolmadens Djurpark) der aber mit heftigen Preisen ausgestatten ist und wir ihn deshalb ausgelassen haben. Dafür haben wir aber die schöne Strecke entdeckt und einen Campingplatz wo man mal wieder Wasserauffüllen kann. Noch am selben Tag hab ich mir das Ziel gesetzt, den vom Surf-Magazin ausgeschrieben Spot Fortuna (K) zu erreichen um dort am nächsten Tag zu hoffen, dass die Windprognose stimmte.

Nach langer Irrfahrt (2h) musste ich leider Aufgeben weil wir den Spot nicht gefunden haben und Claudi auch meinte das wir kein Jeep sind und kurz  vorm dunkel werden nicht noch irgendwo im Wald rumirren müssen… Übergeredet! Wir suchten uns also den Nächsten Campingplatz und standen in der Nähe von Ekeby (L) auf einem Parkplatz vor dem Campingplatz, welcher gleichzeitig auch für Badegäste ausgeschildert war und man so umsonst stehen konnte. Brötchen. Toilette und Dusche inklusive! Am nächsten Tag wackelte der Bus und die Jungs vom Wetterdienst hatten recht. Ich hatte mir fest in den Kopf gesetzt, heute surfen zugehen und suchte noch mal nach 1 1/2 h fahrt den Spot und fand ihn, nachdem ich den Bus doch noch mal in ein Jeep umfunktioniert hatte endlich. Wind war Ok, leider musste wir mit einigen Lokals feststellen das die Windrichtung nicht optimal für Fortuna waren… Naja.

Aufgings nach Stockholm (M) … wo wir uns zum Abend einen Campingplatz für 25 Euro am Standrand gesucht haben. Für 50 Euro pro Person haben wir uns die Stockholmcard zugelegt die uns für 2 Tage freien Eintritt in alle Museen, öffentlichen Verkehrsmittel und Rabatte auf Stadtrundfahrten usw. brachte. Zu empfehlen ist auf jeden Fall das Vasa Museum mit dem einzig erhaltenen Schiff des 17 Jhr., das Skansen Museum, das Meereskundemuseum und das Nobel Museum. Das ganze könnte man auch an einem Tag schaffen und dann kostet die Stockholmcard 36 Euro. Ansonsten empfiehlt sich auf jeden Fall ein Trip nach Stockholm – schöne City mit viel Flaire, Einkaufmöglichkeiten, Casino, lecker Essen und alles was dazu gehört. Parkplätze findet man in der City auch relativ gut – jedoch sind diese relativ teuer. Man kann schon mal eine Nacht in der City schlafen ansonsten ist es einfacher mit der U-Bahn vom Campingplatz in die Stadt zu kommen.

Nach drei Tagen Stockholm verließen wir die Ostküste und bewegten uns ins Landesinnere in Richtung Motala am Vättern See. Dort haben wir in Hästaholmen (N) eine super Campingplatz mit Toilette, Dusche, Swimmingpool und alles für zusammen 18 Euro die Nacht gefunden. Von dort fahrt nicht die Autobahn in Richtung Jönköping, denn die Straße direkt am Wasser hat einiges zu bieten und lohnt sich. In Jönköping (O) gab es noch einen kurzen Badestop bevor es zu Bergetappe auf der E40 weiter in Richtung Ulricehamm (P) ging.

Bis dato war die Strecke angenehm zu fahren und die Steigungen hielten sich in Grenzen. Doch  auf diesem Stück würden die 55 PS des 1,6l Turbodiesel doch leicht an die Grenzen gebracht und wir mussten hin und wieder ein bisschen Bangen und uns locker leicht von allen LKW´s überholen lassen. In Ulricehamm erwartete uns noch mal ein schöner Abend mit einem netten Plätzchen in der City fast direkt am Wasser.

 

Jaaa … und ab nun an ging es nach Göteborg wo wir eigentlich nur ein kleines Päuschen machen und danach die Westküste runter in Richtung Dänemark nach Kopenhagen wollten. Aus dem wurde leider nichts, denn in unserem kleinen Päuschen wurde unsere ganzer Bus gestohlen. Somit endete die Tour abrupt und wir können an dieser Stelle nicht mehr weiter berichten. Glücklicherweise wollten wir uns in den nächsten Tagen mit Marko und Nicky in Kopenhagen treffen, die uns dann aus Göteburg abgeholt und uns erstmal wieder ein bisschen aufgepäppelt haben – vielen Dank an dieser Stelle. In einem Tag rauschten wir dann durch den Rest von Schweden über Dänemark bis Deutschland nach Hause. Das einzige was wir noch sagen können, dass die beiden Mautbrücken, Öresund = 39 Euro und die Storebaelt = 30 Euro für einen T5 oneway kostet.

Nach zwei aufregenden Wochen erhielten wir dann den Anruf das der Bulli gefunden wurde und äußerlich in einem guten Zustand sei. Ob er jedoch fährt und was sich noch in dem Fahrzeug befindet könne man uns nicht sagen. Also blieb nur Abwarten und hoffe, dass der ADAC den Bus schnellstmöglich nachhause bringt. In der Zwischenzeit stellt wir auch noch fest, dass die Diebe mit meinem Rechner bei Skype online sind und das fast jeden Tag. Nach viel Trubel und vielen Telefonaten mit der Deutschen und Schwedischen Polizei, wurde uns gesagt, dass die nicht die Rechte haben den Standort zu Orten und der Fall für die Jungs in Grün abgeschlossen sei. Traurig aber Wahr – sicherlich wäre es kein Problem über Skype die IP-Adresse zu Orten und die Täter ausfindig zu machen. So kann ich jetzt immer noch sehen - wann die Jungs gemütlich mit meinem Rechner online sind. Nach weiteren drei Wochen war der Bus dann endlich in Schwerin und die Spannung stieg. Das Hochdach war voll – das komplette Surfzeug war noch drin. Der Rest, was nicht Niet und Nagelfest war, wurde geklaut. Alle Klamotten, Bücher, Radio ja und selbst das Essen und die Töpfe und Pfanne. Naja sollen sie Glücklich damit werden.

 

Fazit:

Trotzdem war Schweden (bis Göteborg) einer der besten Trips – schönes Land mit viel Wasser und eigentlich netten Leuten. Perfekt für ein Bulliurlaub, denn selten gibt’s schönere Orte an den man Kostenlos stehen kann. Dazu viele schöne Städte und Wind kann man dort auch haben. Auch wenn uns der Bulli geklaut wurde könnten wir uns mit Alarmanlage einen weiteren Trip nach Schweden vorstellen – Göteborg würden wir wahrscheinlich auslassen.

 

 

 

An dieser Stelle ist auch mal eine Danksagung an alle Leute gerichtet  die uns in den letzten Wochen unterstützt haben.

 

Allen voran natürlich unserer Familie, allen Freunden auf deren Unterstützung man zählen konnte und diejenigen die Ihre Augen offen gehalten haben. Besonderen Dank an Jonas, der sehr eifrig dabei war und natürlich an Marko und Nicky.

 

Außerdem auch ein Großer Dank an die Jungs von Sailloft Hamburg - Olaf und Gerrit, die uns mit Material unterstützt haben. Und schließlich auch die Foren und Magazine die diese Geschichte an die Öffentlichkeit gebracht haben. Wer weiß ob vielleicht irgendein Leser die Meldung an die Polizei weitergegeben hat und ob ohne diese Hilfe der Bus überhaupt gefunden wäre.

 

Dank an:

 

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