Tarifa

Die Winterzeit ein wenig verkürzen... auch wenn man dieses Jahr nicht meckern kann. Trotzdem macht es bei 20 Grad und Sonne einfach mehr Spaß. Der Plan war daher für 2 Wochen nach Tarifa zu fliegen.

 

Der Flug

Eine neue spanische Fluggesellschaft namens "Vueling" macht es möglich. Von Hamburg direkt nach Malaga. Den Flug (Hin- und Rückflug) haben wir 3 Monate vorher gebucht und insgesamt für 110 Euro pro Person bekommen. Bei der Billigfluglinie ist ein Gepäckstück (23kg) und ein Handgepäckstück (10kg) inklusive. Wenn man nur mit Handgepäck fliegt spart man nochmal um die 30 Euro pro Flug. Zusätzlich hatten wir 2 Boardbags mit jeweils 32kg dazu gebucht. Sportgepäck wird mit 45 Euro pro Flug berechnet. Wir sind also mit Surfzeug für 200 Euro pro Person hin und zurück geflogen... was an sich schon mal ein guter Preis ist.

 

Die Anfahrt

Vom Flughafen in Malaga bis Tarifa sind es dann ca. 160 km.  Es gibt zwei Möglichkeiten von Malaga nach Tarifa zu kommen. Zum einen an der Küste über die Landstraße immer die N-340 in Richtung Cadiz und Algeciras. Ab Algeciras folgt ihr einfach den Schildern in Richtung Tarifa. Die Autobahn geht meist ein bisschen schneller, kostet aber ca. 10-15 € Mautgebühr. Insgesamt ist man so um die 2h unterwegs.

 

T4 als Leihwagen sehr praktisch
T4 als Leihwagen sehr praktisch

Die Unterkunft

In Tarifa kommen wir immer bei Funsport-Tarifa unter. Einfache und günstige Häuser die für bis zu 8 Personen ausgelegt sind. Es gibt mehrere Schlafräume, ein großes Wohnzimmer und eine Küche zur Selbstverplegung. Dazu gibt es einen Leihwagen der meistens direkt am Flughafen steht... so das man einfach wie oben beschrieben nach Tarifa kommt. Zusätzlich könnt ihr Kite- und Windsurfmaterial direkt vor Ort ausleihen und an alle beliebigen Spots fahren.

 

Wind und Wetter

Es gibt zwei Hauptwindrichtungen - der Levante und der Poniente. Der Poniente kommt  nur tagsüber - meist bei strahlendem Himmel, schräg auflandig aus Westen. In der ersten Woche begrüßte uns der Poniente meist mit Sonne und tagsüber um die 20 Grad. Insgesamt konnten wir in der ersten Woche 4x aufs Wasser wobei der Wind hart an der Grenze war. Mit kleinem Brett musste meist das 5,3 herhalten... mit dem Freestyler ging auch mal 4,7. Der Levante ist ein schräg ablandiger Fallwind aus

Ponientewetter am Stadtstrand
Ponientewetter am Stadtstrand

dem Osten der auch nachts nicht schläft und uns die ein oder andere Stunde schlaf gekostet hat. Die Straße von Gibraltar beschleunigt den Wind wie eine Düse und verwandelt Tarifa in einen Windkanal. Bei Levante kann man auf die Vorhersagen meist noch gut paar Knoten raufpacken... dann bläst er meist mit 7-8 Windstärken. In der zweiten Woche haben wir nochmal 4 Tage vom Levante abbekommen. Wobei der sich teilweise zu gutmütig gezeigt hat. Ein Tag davon war nicht fahrbar und bei den anderen Tagen musste die kleinsten Segel herhalten... dazu später mehr. Das Wetter konnte man Anfang März schon gut aushalten... wobei es wohl für die Verhältnisse eher mild war. Trotzdem brachte es die Sonne auf Temperaturen in denen man in kurz rumlaufen konnte. Der Wind macht die Sache teilweise ein bisschen frischer.

Los Canos de Meca
Los Canos de Meca

 

Spots

In Tarifa gibt es zahlreiche Surfspots, die je nach Windrichtung und Windstärke unterschiedlich gut funktionieren - hier mal unsere Favoriten. Bei Poiniente sind wir

Valdevaqueros
Valdevaqueros

immer am Arte Vida rausgegangen. Der Wind weht hier meist Side bis Sideonshore und je nachdem baut sich hier auch eine kleine Welle auf. Parkplatz, Restaurant, Cafe und eine kleine Surfschule findet man hier ebenfalls. Wie schon beschrieben weht der Levante leicht ablandig... je weiter man Richtung Düne fährt desto mehr kommt der Wind Sidshore. Dementsprechend geht man am besten am Valdevaqueros oder dahinter auf der Schweinewise aufs Wasser. Am Valdevaqueros gibt es auch eine große Mistral Station an der man sich Material ausleihen kann. Das Wasser ist bei Levante meiste sehr kappilig. Mehr Welle gibt es hingegen 20 km weiter in der Bucht von Bolonia. Meist weht der Wind hier auch etwas schwächer als in Tarifa... was bei Levante durchaus von Vorteil sein kann. Unser neuer Lieblingspot liegt ca. 45 Minuten entfernt von Tarifa und heißt Los Caños de Meca... eine Wavespot für jedermann. Zugegeben der Einstieg über die Riffplatten ist ein bisschen tricky aber erst mal draußen hat man schöne Rampen und Wellen zum abreiten. Der Levante weht hier meist schwacher als in Tarifa. Zum Glück, denn so konnten wir wenigstens mit 3.7 und 4.0 aufs Wasser. Tarifa war zu diesem Zeitpunkt nämlich nicht mehr fahrbar. Bei schwächerem Levante kann es aber auch sein das in Canos keine Wind ankommt - das Risiko muss man dann eingehen. Es sollte also in Tarifa schon ordentlich kacheln damit es hier reicht. Wenn Canos aber funktioniert ist es ein Traumspot an dem es auch mal voller werden kann.

Warten auf Wind
Warten auf Wind
am Arte Vida
am Arte Vida